Religion im Rollenspiel – Karneval der Rollenspielblogs

Der September ist vorbei und der Oktober hat begonnen. Vielen Dank für die Orga des September Karnevals an Clawdeen zum Thema Ausgezeichnete Wahl!

Das ursprüngliche Karnevalslogo

Religion ist das Thema in diesem Monat.
Der Götterglaube und das Rollenspiel haben Potential. Konfliktpotential. Mit dem Pathfinder Abenteuerpfad Zorn der Gerechten zum Beispiel werden die Charaktere auf einen Kreuzzug gegen Dämonenhorden geschickt. Das Ganze kann man mehr oder weniger religiös ausspielen. Auch wären Mönche und Priester denkbar, die missionierend durch die Lande streifen. Wie viel Religion darf es aber sein? Wird es für die Mitspieler nicht auch nervig, wenn ein Charakter permanent die anderen von seinem Gott zu überzeugen versucht?

Wir verwenden eine klerikale Sprache im Rollenspiel: Es gibt Tempel, Priester, Mönche und Inquisitoren. Doch eines ist dabei unterschiedlich. Im Rollenspiel bedürfen wir keines Götterbeweises! Götter existieren; daran gibt es im Spiel grundsätzlich keinen Zweifel, zumindest nicht in den Fantasysettings. Priester – oder Kleriker als solche – erhalten von ihren Göttern, um Magie zu wirken, Macht. Wie sieht es aber in Systemen wie Cthulhu aus? Wären Zauber wirkende Priester denkbar oder ist der Gedanke zu pulpig? Hexxen 1733  soll Klerikern eine gewisse Kraft zusprechen. Alles eine Frage der Erklärung oder wird hier eine Grenze überschritten?

Ein Gott ist meist nie allein. Es gibt mitunter ein ganzes Pantheon und manchmal auch mehrere konkurierende. Polytheismus spiegelt die Vielfalt mancher Settings wieder. Dabei erhält jeder Gott eine Domäne, also einen Bereich in dem er oder sie sich entfalten kann. Das entspricht den Mythologien der Griechen, Römer oder der nordischen Mythologie. Viele Settings haben bereits ein festes Pantheon. Aber man kann auch seine eigenen Ideen einbringen. Welche Gottheiten würde man gerne in seinen Runden sehen? Und andersherum: Wie sähe Atheismus in einer Welt aus, in der Götter tatsächlich existieren?

Es gibt nicht nur viele Götter sondern mindestens ebenso viele religiöse Gemeinschaften, die sie verehren. Manchmal auch mehr. Sekten, Kulte Häretiker all diese Gruppen können ein Spiel bereichern. Vielleicht ist es mit diesen Gruppen auch leichter in andere Genres hineinzustoßen. Immerhin braucht eine Sekte oder ein Kult keinen Gottesbeweis um zu glauben. Sekten können Planeten besiedeln, Kulte können Aliens anbeten oder den Weltuntergang prophezeien.
Die Macht in Star Wars ist im Prinzip doch nur eine Religion, oder nicht?

Engel, Dämonen, Teufel, Hexen und eigentlich auch Vampire haben einen Bezug zur Religion. Mit Engel gibt es sogar ein System, welches diese Wesen aus dem Himmel zentral zum Inhalt hat. Wie wichtig ist der religiöse Ansatz also bei diesen Wesen? Und ebenso interessant: Wie wichtig ist euch als Spieler oder Spielleiter die Religion? Vielleicht ist es ja auch einfach irrelevant oder gar lästig?

Ich finde, das Thema gibt einiges her. Beiträge von euch würden mich sehr freuen. Wenn ihr etwas dazu schreibt, sollte ich einen Trackback bekommen, ansonsten könnt ihr in den Kommentaren oder dem Forumpost euren Artikel verlinken. Gleiches gilt für Fragen, Anmerkungen und ähnliches 🙂

Zur Anregung habe ich noch ein paar ältere Sachen rausgesucht, die vielleicht inspirierend sind:

Teilnehmer:

Tweets zum Thema:

 

1 Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: