Religion im Rollenspiel – Die Zusammenfassung

Vorbei, Vorbei, der Karneval ist vorbei. Zumindest zum Thema Religion im Oktober. Der Karneval brachte 12 Beiträge und einen Tweet hervor. Ja, auch einen Tweet! Persönlich finde ich andere Medien im Karneval nicht schlecht. Grade im Abschlussartikel können sie zur Auflockerung gut genutzt werden 😉

Meine Befürchtungen in der letzten Karnevalswoche, dass es kaum Teilnehmer gäbe, erfüllte sich glücklicherweise nicht. Wie sagt man: Hinten ist die Ente fett -und so gab es noch jede Menge Beiträge im letzten Viertel des Monats.

Das ursprüngliche Karnevalslogo

Ein guter Teil aller Beiträge befassten sich mit Göttern. Den Anfang machte DarkFairy mit ihren Beitrag Die Zwölfe zum Gruße – Götter bei DSA. Für mich als nicht-DSA-Spieler kam dabei ein schöner Überblick über die Götter und den Glauben in DSA bei rum.
DarkFairy mit ihren Senf für die Welt hat dabei auch zum ersten Mal an einem Karneval teilgenommen, vielleicht war es ja nicht zum letzten Mal?! 😉

Mit DSA geht es dann auch gleich weiter. Diesmal befinden wir uns auf den gottlosen Kontinent Rakshazar. In dem Beitrag auf Dnarlors Fantasy-Blog wird nicht nur eine ausführliche Tabelle mit den Göttern Rakshazars verlinkt, es gibt auch ein Einstieg für ein Szenario um die Siedlung Sccri Buccan.

Zufallstabellen sind immer gut. Klar, Greifenklaue hat mit seinen 20 Gods2Go in erster Linie für seine Kampagne in Dungeoslayers ein Pantheon geschaffen, aber in einem eigenen Setting kann man diese bei Bedarf ebenfalls gut einbauen. Zudem ist noch jeweils ein Bonus für Kleriker und Paladine geplant. Man darf also gespannt sein.

Man stößt beim Surfen mitunter auf interessante Sachen. So hab ich durch Zufall Tintenteufels Beitrag: Projekt Avalon: Die Götter entdeckt. Die dort beschriebenen Götter sind die fünf Hauptgötter eines Projektes, dass sich einer eigenen D&D Settingwelt widmet, eben Avalon!

Bislang beschäftigten sich alle erwähnten Artikel mit klassischer Fantasy, d.h. Elf, Ork, Axt und Schwert etc., Spiele im Kopf stellt Fate In Nomine vor und damit ein System, welches sich den Kampf zwischen Engeln und Dämonen widmet. Ich hoffe, die Aussage ist nicht falsch, das System kenne ich nämlich nicht 🙂 Konkret wird im Beitrag die Erweiterung Treu und Glauben genannt, die weitere Erzengel und Dämonenprinzen beschreibt.

Ist Religion im Rollenspiel nur im Fantasy Bereich ein Thema? Diese Frage wird zumindest auf Richtig Spielleiten! gestellt. Die Beobachtung dort ist, dass Spieler eher zurückhaltend sind, wenn es um die Einbindung wirklicher Religionen ins Spiel geht.

 

 Im Rollenspiel bedürfen wir keines Götterbeweises! Götter existieren; daran gibt es im Spiel grundsätzlich keinen Zweifel […]

Das war ein Satz aus meinem Startbeitrag und impliziert, dass außerhalb des Spiels grundsätzlich Zweifel bestünden. Konkreter wirds dann hier:

Wie sähe Atheismus in einer Welt aus, in der Götter tatsächlich existieren?

Die Aussage des Satzes ist richtig und falsch zugleich. Es hängt nämlich von den persönlichen Überzeugungen des Spielers ab. Aus meiner Sicht ist sie richtig btw. 😉 Ich bin daher sehr dankbar, dass es auch einen Beitrag mit einer anderen Meinung gibt. Auf Dnalors Fantasy-Blog kann man nachlesen, dass es für einen Gläubigen nicht unbedingt einen Unterschied zwischen der Religiosität im Spiel oder der Wirklichkeit gibt.

Ist Religion gar im Rollenspiel entbehrlich, fragte ich. In der Nachbetrachtung gefällt mir der Text leider gar nicht: Er führt die Gedankengänge nicht zu Ende und ist schludrig formuliert. Kernaussage ist, dass Religion und Gottglaube in einem Setting nur existieren, weil sie bestimmte Dinge erklären sollen und/oder bestimmten Regelmechaniken dienen. Folgender Tweet entspricht dabei voll meiner Meinung:

Glauben ist auch die Vorstellung was nach dem Tod kommt. Im letzten Abschnitt von Der Troll und das ewige Leben werden bei Dnalor drei Szenarien geliefert, die sich mit dem ewigen Leben befassen. Mir persönlich hat das Vampir Szenario am besten gefallen.

Einen interessanten Ansatz die Spannungen zwischen zwei Glaubensrichtungen kann man auf d6ideas nachlesen. Der Beitrag befasst sich mit dem Nordirlandkonflikt in der Welt von The Red Star. Dabei ist die Settingwelt ein verzerrtes Bild der wirklichen Welt. Dass es dann nicht um die Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken geht, ist nicht verwunderlich.

Kein #RSPKarneval ohne den Karneval der Archive 😉 Zum Thema Religion sind über 50 Links zusammengekommen, die mitunter auf dutzende Artikel verweisen. Darunter sind Blogposts zu Warhammer 40k, D&D und The Red Star sowie Unknown Armies, Beutelschneider und andere wie SLA Industries.  Wie man sieht, eine mächtige Auswahl auf d6ideas.

Ein kleines Schmankerl, wie wir in Norddeutschland sagen ;), liefert Dnalor mit den Dialog im Orkenspalter Forum: Wie opfert man in Rakshazar einen (Lektorats)Gott?

Nachtrag
Der Beitrag von runway61 wirft eine gute Frage auf: Kann man sich eine Fantasy Welt ohne Religion bzw. Kirche vorstellen? Ich habe überlegt, dabei geht es nämlich nicht nur um die etwaigen Götter, sondern um moralische Vorstellungen der Charaktere, um Verhaltenskodizes und auch die Organisation Kirche als Big Player eines Settings. Bei der Beantwortung der Frage, bin ich mir aber noch nicht sicher.

War noch was?

Mir hat der Karneval Spaß gemacht. Es wurden einige Aspekte und Meinungen des Themas aufgegriffen, an die ich gar nicht gedacht hatte. Daneben sind mit den Götterbeschreibungen informative und nützliche Beiträge hinzugekommen. Ich hoffe, die Teilnehmer und Leser hatten ebenfalls ihren Spaß 😉

Zur Mitte des Umzuges hatte ich zwar die Befürchtung, dass das Thema zu kontrovers oder zu uninteressant sei, allerdings waren diese Gedanken unbegründet. Dabei hätte ich selber noch gerne einen zweiten Beitrag beigesteuert, der nicht rechtzeitig fertig geworden wurde.

Es sei noch auf zwei Sachen hingewiesen: Zum einen läuft gerade der Karneval zum Thema Stadt, Land, Dungeon, falls ihr da Ideen habt: Immer her damit 😉 Zum anderen könnt ihr auch einen Karneval ausrichten. Das ist nicht schwer und wenn ihr Bedenken haben solltet, steht man euch im Forum mit Rat und Tat zur Seite!

6 Kommentare

  1. Danke für den Karneval und die Zusammenfassung.

    Ich finde das immer wieder spannend zu sehen, wie der Originator (und Organisator) eines Themas die letztendlichen Beiträge dann noch einmal einordnet.

    Und dem Aufruf, Themen (und Beiträge) für zukünftige Karnevalsmonate beizusteueren, schließe ich mich hier auch an.

    1. Zum ersten: Es war mir ein Vergnügen und zum Rest: Ja nicht nur die Interpretation des Themas sondern auch wie die Beiträge wahrgenommen werden, ist interessant. Lese auch gerne Abschlussartikel 😉

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