Follow Friday – Erzählperspektiven

Dies ist ein Beitrag zum Follow Friday. Dieser wird von Patricia von Fiktive Welten ausgerichtet.

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Die aktuelle Frage lautet:

Welche Erzählperspektive bevorzugst du, welche magst du ggf. so gar nicht?

Weitere Information zur Teilnahme und den Regeln findet man im Startpost. Ich bin schon spät dran, daher fange ich gleich mal an 🙂

Erzählperspektiven sind wie Gummibärchen. Natürlich mag man eine Sorte ganz besonders, aber seien wir ehrlich, zum Schluss ist die Tüte immer leer.

Ich mag gerne den allwissenden und ehrlichen Erzähler. Das mag an den Märchen der Kindheit, den Hörspielen der Jugend und den Geschichten der Gegenwart liegen, die mich geprägt haben und die ich mochte/mag. Gefolgt von einem Ich-Erzähler, den ich aber mögen muss. Gerade Kriminalromane sind spannender, wenn man sie aus der Sicht eines Ermittlers erliest. Aber auch Milieuromane oder Dramen profitieren von einer persönlichen Note, die diese Perspektive geben kann. Sollte aber die Hauptfigur überhaupt nicht mit den Ansichten und Erfahrungen meiner einer übereinstimmen, kommt es zum Bruch und ich lege das Buch dann weg (Ich erinnere mich noch an die Schullektüre Die neuen Leiden des jungen W., ich fands schrecklich).

Was mir allerdings aufgefallen ist, in vielen Rezensionen wird gar nicht auf die Erzählperspektive eingegangen. Ich glaube, ich werde mir das zukünftig notieren welche Perspektive in welchen Buch gewählt wurde, einfach weil es mich interessiert 😉

4 Kommentare

  1. Ja, dass viele als Kind und Jugendlicher die dritte Person bevorzugt zu haben scheinen, könnte durchaus an der aus Märchen und Geschichten geläufigen Konvention liegen.
    Und stimmt, viele Rezensionen erwähnen die Erzählperspektive gar nicht – es sei denn, sie ist etwas ganz Außergewöhnliches, das sich eigens zu betonen lohnt. Schade eigentlich.

    1. Wir hatten ja schlicht nichts andere, damals, als wir jung waren, gab ja nur den Allwissenden Erzähler. Wenn die Kiddis wüssten, wie gut sie es heute haben 😉 Aber tatsächlich entweder ich hatte damals nicht so viel Auswahl oder es gab mehr Erzähler aus der dritten Person. Heute scheint mir das Feld weiter gestreut zu sein, auch wenn ich das Jugendbuch nicht so sehr im Auge habe.

      Das mit der Erzählperspektive interessiert mich deswegen, weil ich gerne wissen würde, ob es bei mir einen Zusammenhang gibt, ob ich ein Buch gut oder schlecht finde. Hab darüber nie nachgedacht und die Erzählperspektive wird da auch nicht gänzlich entscheidend sein, aber vielleicht schwingt da ein Quantum mit.

  2. Erzählperspektiven sind wie Gummibärchen – passender hätte man es nicht ausdrücken können – meist ist die Tüte dann wirklich leer – ausser es hat sich Lakritz eingeschlichen – die bleiben liegen – genau wie die Bücher, deren Perspektive dann doch nicht passen.
    Ich gehe auch selten auf die Perspektive ein – ausser sie stört mich – muss ich auch mal drauf achten.

    1. Hm… Lakritze ist zwar supi, aber Lakritzbären gehören für mich nicht zur Gattung der Gummibären, meine Meinung 😉
      Ich habe mir auch angewöhnt, Bücher einfach wegzulegen, wenn sie mir nicht gefallen. Es gibt zu viele gute Bücher, die man in der Zeit lesen könnte.

      Ich glaube, dass die Perspektive weniger erwähnt wird, liegt generell daran, dass sie für nicht entscheidend gehalten wird. Aber ob das wirklich so ist, wäre interessant zu erfahren. Zumal es ja scheinbar tatsächlich Vorlieben gibt.

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