Bücher und Rollenspiel – Die Zusammenfassung

Ist es wirklich schon über drei Monate her, dass ich den Startpost zum Karnevalsthema Bücher und Rollenspiel schrieb? Ja, und ich bin bis dato eine Zusammenfassung schuldig.

Das ursprüngliche Karnevalslogo

Der März sollte sich mit Büchern und Rollenspiel befassen, alle denkbaren Kombinationen dieser beiden Begriffe konnten in dieses Thema einfließen. 14 Beiträge sind es geworden und jeder ist lesenswert.

Den Anfang machte John Doe mit dem Beitrag Der Drang zum Quellenbuch.  Er beschreibt etwas, dass wahrscheinlich einige Rollenspieler kennen dürften. Selbst formuliert er es als Drang zur Vollständigkeit der Settinginformationen, was auf den ersten Blick einer reinen Sammelleidenschaft gleichkommt. Wie John aber ausführt, hängt es eher damit zusammen, dass man grade als Spielleiter einen möglichst umfassenden Blick auf ein Setting haben möchte, um es präzise beschreiben zu können. Etwas, was ich persönlich nachvollziehen kann.

Denke ich an Quellenbücher, denke ich zuerst an Produkte eines Rollenspielverlages, der zu einem System eine Regionalbeschreibung o.ä. herausgegeben hat. Auf Dnalors Fantasy Blog werde ich aber daran erinnert, dass alles eine Quelle sein kann. Im konkreten Fall Reise in die Philippinen von Fedor Jagor für Südostasien Beschreibungen. Weiterhin geht es aber auch um die Präferenz PDF oder Papier -Totholz 🙂 -. Wie auch Roland bin ich seit Jahren ein großer Freund der PDFs beim Spielen, sie sind einfach praktischer. Trotzdem lese ich lieber in Büchern aus Papier, obwohl ich auch mit meinen eReader zufrieden bin, Status: Es ist kompliziert.

Engor fast ein Hohes Lied auf das gedruckte Wort ab. Und auch er ist von der Digitalisierung der Regelwerke überzeugt -weniger schleppen ist immer gut-. Trotzdem mag er das gedruckte Buch und möchte es nicht missen, was ich nachvollziehen kann. Die Haptik und die Geschichte, die nicht auf den Seiten steht, sondern in den Erinnerungen des Besitzers verankert ist, kann auf keine Datei gespeichert werden. Das mag nicht für jeden wichtig sein, aber für mich schon und Engor dürfte es ähnlich sehen. Zum Schluss lautet das Fazit, dass sich die Varianten digital oder gedruckt nicht ausschließen. Wie weit das Printprodukt die Zeit übersteht zeigt wohl nur die Zukunft.

Konkret wird Kadomi in ihren beiden Posts auf To Boldly Nerd. Im ersten Beitrag Bücher und Rollenspiel stellt sie einige für sie mehr oder weniger nützliche Bücher vor. Ich habe mich auch zum Kauf zweier Werke verleiten lassen 🙂
Der zweite Post Lieblingsbücher beinhaltet dann vier ihrer… Lieblingsbücher. Darunter auch Regelwerke, die sie gerne gespielt hätte, wozu es bisher jedoch nicht kam. Ich glaube auch, dass so etwas durchaus in der Szene bekannt ist.

Wie man bei Kadomie gesehen hat, ist ein guter Teil der Rollenspielbücher originär auf englisch erschienen. Als Rollenspieler kommt man auch gar nicht an der englischen Sprache vorbei (außer bei DSA vielleicht). Ich bin trotzdem ein großer Freund von Übersetzungen und Lokalisierung, wenn sie denn gut ist, und daher begrüße ich immer Projekte in dieser Richtung. Greifenklaue bespricht im GKPod #68 die Übersetzung des OSR-Primer von Matthew Finch durch System Matters.

Die bisherigen Beiträge kann man thematisch  als Rollenspielbücher oder Bücher übers Rollenspiel grob zusammenfassen. Weiter geht es mit der Kategorie Bücher im Rollenspiel. (Die Unterscheidung muss nicht Bierernst genommen werden).

Und hier macht John Doe wieder den Anfang. Hessarians verschollene Verse ist ein Abenteuereinstieg für Dragon Age. Der Plot hat viele Verlinkungen zur englischen Fan-Wiki und nimmt Bücher mit gefährlichem Inhalt zum Thema. Auch im zweiten Teil von Thedas‘ gefährliche Bücher: Magier, Göttern gleich liefert John Doe ein weiteren Einstieg ab. Diesmal speziell für das Zeitalter der Drachen.

Bücher als Portale? Diese Idee hat das Orakel und beschreibt in seinem Post Stranded in a strange Book Plotmöglichkeiten wie in Myst oder der unendlichen Geschichte.

Ein witziges Szenario zeichnet Spiele im Kopf mit Abenteuer in Buchhaim. Das Ganze ist in Zamonien angesiedelt, ist aber systemneutral. Mir fällt zu Walter Moers nur Das Kleine Arschloch ein, ich sollte mir mal ein Zamonien Roman zu Gemüte führen.

Der Rorschachhamster hat sich von einer Reportage inspirieren lassen und einen Beitrag zu Rauchbücher geschrieben. Diese geheimnisvollen Bücher treten in Südamerika auf und können durch Opfer und Rituale gelesen werden. Eine entsprechende Tabelle wird gleich mitgeliefert.

CC0 von ninocare

Doch wo findet man all die Bücher, die Teil des Abenteuers sind/werden sollen? Dnalors Fantasy Blog beschreibt in seinem Artikel Der natürliche Lebensraum dieser possierlichen Dinge fünf Orte, an denen man Bücher finden kann. Dazu gibts einige Verlinkungen zur Wiki Aventuria.

Es gibt so etwas wie ein Literaturzoo: Lese-Ratten (oder Liter-Ratten), Buch-Eulen, Bücher-Würmer… Persönlich mag ich solche Bezeichnungen nicht, was wäre aber, wenn es reale (real fiktive) Wesen wären?  Auf d6ideas findet man ein Spielvolk für D&D welches auf den Namen Bücherwürmer (Artikel engl.) hört. Ein zweiter Beitrag ist ein Karneval der Archive Post und enthält 20 Artikel, alles rund ums Buch.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern und Lesern, es war wirklich ein interessanter Karneval mit schönen Beiträgen. Eine Entschuldigung ist sicherlich auch fällig, da ich ja relativ plötzlich wie vom Erdboden verschwunden war. Dies war nicht geplant und auch nicht vorhersehbar, life happens mitunter. Ich lese jetzt die Beiträge der entgangenen Karnevale, die da im April Schokolade, Vanille, Karamel, im Mai Wo wohnst du? – Die Gruppe und die Heimatbasis und jetzt aktuell im Juni Ruinen zum Thema hatten/haben.

 

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