Alter und Altern in Pathfinder

Artikel überarbeitet am 15.02.2017

Dies ist ein Beitrag zum RSP-Karneval zum Thema Alte Säcke. Den Startbeitrag findet man hier und den Diskussionsthread im RSP-Blog Forum.

Das Alter des Spielcharakters in Pathfinder spielt eine Rolle! Ganz ehrlich gesagt, früher habe ich da mehr drauf geachtet, heute habe ich das mittlere Alter eines menschlichen SCs erreicht und sehe es eigentlich mehr als Altersdiskriminierung an. Wie bei allen Regeln, kann auch diese beachtet werden oder auch nicht. Eine Tabelle der Altersgrenzen der sieben Grundvölker findet man in der PRD.

In Pathfinder passiert es so gut wie nie, dass ein Spielercharakter an Altersschwäche stirbt, dabei gibt es hierzu jedoch eine Regel. Als Beispiel nehmen wir einen menschlichen SC. Hat der Charakter das ehrwürdige Alter von 70 Jahren erreicht, würfelt der DM zwei W20 und addiert das Ergebnis auf die 70 und erhält somit das maximale Alter des Charakters. Das Endergebnis bleibt für den Spieler natürlich geheim und der SC verstirbt im Jahr nach dem Erreichen des maximalen Alters. Eine hervorragende Regel, die nach meiner Einschätzung wohl so gut wie nie Anwendung fand und findet. Das Problem dabei ist nämlich, dass die körperlichen Attribute mit Eintreten in einen folgenden Lebensabschnitt sinken, sprich sobald der Charakter 35, 53 oder 70 Jahre alt wird, vermindert sich Stärke, Konstitution und Geschicklichkeit. Im Falle eines 70-jährigen um jeweils drei Punkte, im Gegenzug erhält er dafür nur einen Punkt auf Charisma, Weisheit und Intelligenz (Vorherige Abzüge wurden in diesem Beispiel bereits eingerechnet). Dies dürfte nur für einen auf Story bedachten Spieler interessant sein. Dann folgt aber noch das Würfeln für das maximale Alter, welches zwischen 72 und 110 liegt. Eine Kampagne oder Abenteuer müsste also eine ziemlich lange Ingame-Zeitspanne abdecken um jemanden an Altersschwäche sterben zu lassen. Alle Faktoren zusammen genommen sprechen also gegen das Ableben auf Grund des Alters. Zudem ist es fraglich, ob es in der Runde erwünscht ist, dass ein Held nach der Rast nicht mehr aufwacht.

Hat diese Altersregelung dann überhaupt einen Sinn? Ja, zwar werden die körperlichen Attribute vermindert, die geistigen werden aber erhöht. Im Alter zwischen 35 und 53 ist es ein Tausch von 1 zu 1, somit erhält man einen Abzug von jeweils eins auf Stärke, Konstitution und Geschicklichkeit gleichzeitig aber ein plus eins auf Charisma, Weisheit und Intelligenz. Dies kann für Magier, Priester, Barden oder andere Klassenkonzepte interessant sein. Man hat also die Möglichkeit noch ein bisschen mehr aus seinem Charakter zu holen.

 

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