Blogwatch No. 2

Ok, here we go. Ich schätze mal, Dienstags ist ein guter Zeitpunkt für einen Wochenrückblick.
Bloggen ist zwar keine Quantenphysik, aber mit dem Gedanken an einem Blogwatch-Artikel im Hinterkopf, hat sich alles was ich lese verändert, nämlich zu potenziellen Linktipps. Wer mehr über die Veränderung von Dingen durch Beobachtung wissen möchte, dem sei ein Artikel der idw (wissenschaftlich) empfohlen.

Neues aus der Community

Das Spielerverzeichnis ist eine Plattform auf der Spieler (P&P, Table Top, LARP) andere Spieler finden können. Sei es, weil man Lust auf ein eher unbekanntes Rollenspielsystem hat oder weil man in der tiefsten Provinz lebt. Es gibt mannigfaltige Gründe. Das Spielerverzeichnis bring Hobbyisten zusammen und hatte bereits letzte Woche den 1.000sten registrierten Benutzer, innerhalb nicht mal eines Jahres. Glückwunsch und viel Erfolg weiterhin!
spielerverzeichnis.org 

Es ist wieder so weit. Kultisten beginnen mit der anRUFung ihrer blasphemischen Gottheiten. Vom 2. bis 5. November findet die anRUFung 2017 auf Burg Hessenstein statt. Für das größte Ereignis eines Cthulhu Fans im Jahr, ist seit gestern die Anmeldung möglich.
anRUFung 2017

Ich bin kein Freund von Facebook und ich spiele kein DSA, aber ich finde Nick-Nack gut, daher weise ich auch gerne auf die neue Facebook-DSA Gruppe hin:

Empfohlen ist auch der Wochenrückblick von Tina schreibt was zu Rollenspielen. Dort sind viele interessante englischsprachige Artikel verlinkt.
Weekly Indie RPG & Storygame Review

Beachtenswert

Das ein neues Rollenspiel auf den Markt kommt, ist ja nichts besonderes mehr. Auch das Crowdfundings mittlerweile fast schon zur Regel anstatt zur Ausnahme geworden sind, ist bekannt. Warum das so ist, erklärt Michael Mingers.
Im Prinzip ist ein Crowdfunding eine riesiges Event, man ist Teil einer großen, begeisterten Masse. Bei Ulisses laufen die Fanfinanzierungen generell auch gut und ohne den Fanboy raushängen lassen zu wollen, bei den Finanzierungen, die ich mitgemacht habe, wurde ich nie enttäuscht. Die DORP hat ein Interview mit Michael Mingers auf der RPC hochgeladen, ab Minute 9:40 circa kommt der Teil zum Crowdfunding:



Und wie zur Bestätigung dieser Aussage kommt dann auch gleich ein passendes Beispiel: Robin D. Laws präsentiert The Yellow King Roleplaying Game. Ein Horror Rollenspiel von dem Buch König in Gelb des Autoren Robert W. Chambers inspiriert. In erstaunlichen vier Stunden war das Finanzierungsziel um 7.000 £ ca. 8.000 € überschritten. Nach nicht einmal einer Woche sind es schon 67.000 £ (ca. 76.000 €) über dem Ziel von 23.000 £. Die Finanzierung läuft noch bis zum 22. Juli.
The Yellow King Kickstarter

Lesenswert

Einen wirklich ausführlichen Artikel über (fast) alle Arten von Elfen bzw. Klassen und Rollen die Elfen übernehmen können, liefert wieder Stuffer Shack. Die Beschreibungen der Baumknutscher sind systemneutral.
Class-Based Thoughts on Different Types of Elves

Auf Reality Refracted erschien ein kleiner Artikel über die Last, die ein GM trägt und wie diese durch Spieler abgenommen werden kann. Dies nützt allen.
Pro-Activity Plays

Und wenn wir schon bei GMs sind, welche Fähigkeiten, Talente und Fertigkeiten sollte denn diese Prestigeklasse besitzen? Mike Shea wertet auf Sly Flourish eine Umfrage aus und listet die Top Traits eines GMs auf.
The Top Traits of a Good Dungeon Master

Hörenswert

Schon einmal drüber nachgedacht warum es in jedem Dorf in einem RPG Setting einen Puff gibt? Manchmal ist die Einrichtung im Setting ja auch voll politisch korrekt aufgebaut und man kann auch mit Männern oder Gnomen schlafen… Bordelle im Rollenspiel, eine witzige Aufbereitung des Themas bietet der Stay Forever Podcast.
Grog und Nutten

Spielenswert

Am 26., also gestern ist das Reboot von The Secret World erschienen. Nach einer Beta und einem Headstart gehts jetzt endlich los und das Horror RPG mit Lovecraft Anleihen ist unter dem Namen Secret World Legends für jeden ohne Gebühren und Kosten spielbar. Leider kam ich immer noch nicht dazu, mir den Client runterzuladen, aber einen ersten Einblick gibt es auf Mein MMO.
Secret World Legends: Wie ist die erste halbe Stunde des MMORPGs?

Für alle cthuloiden Brettspieler dürfte die Nachricht, dass Ulisses eine deutsche Ausgabe von Cthulhu Wars herausbringt, sicherlich ein Grund zur Freude sein. Die Ausgabe wird zusammen mit Sandy Petersen im Rahmen von Cthulhu Wars Onslaught 3 gecrowdfundet. Beginn der Finanzierung ist im Juli.
Petersen Games und Ulisses Spiele lassen gemeinsam die Welt untergehen

Beteiligungswert – Blogaktionen

Wenn man sich in den Rollenspielblogs so umkuckt, sieht man immer mehr Beiträge zum Follow Friday. Dies ist eine Aktion von FiktiveWelten, die von Freitag bis Donnerstag läuft. Dabei geht es um die Beantwortung einer Frage, diese Woche zum Beispiel:

Hast du manchmal Leseflauten oder nimmst dir bewusst eine Auszeit vom Lesen?

Das Ganze dient der Kommunikation, der Vernetzung und natürlich der Freude an der Sache. Ich habe zumindest schon einige neue Blogs kennengelernt.
Startbeitrag und Infos zum Follow Friday auf FiktiveWelten

Dies ist die letzte Woche für den aktuellen Rollenspielkarneval zum Thema Ruinen. Ich schaffe es leider nicht, noch einen Artikel einzureichen. Es sind allerdings schon viele Beiträge dabei, stöbern lohnt sich also.
RSP-Karneval Ruinen

Gleiches gilt auch für die Blog-O-Quest. Thema ist noch bis zum Ende des Monats: Blogs.
Blog-O-Quest Blogs

Lovecrafter #1

Es ist schon ein wenig her, dass der Lovecrafter in seiner ersten Ausgabe erschien. Trotzdem hab ich ihn mir noch einmal geschnappt und darin geblättert.

Man bekommt für die 9,50 € ein Hochglanzmagazin, dickes Papier, gewichtig, glänzend, Maße A5 und duftend, Druckerschwärze, eine Erlebnis für Genießer. Das Cover ist ziemlich gut. Eine moderne Übersetzung einer Jugendstilzeitschrift, vielleicht auch einer Penny Dreadful Ausgabe. Das Markenzeichen: Der gestanzte Schriftzug LOVECRAFTER. Genau so etwas will ich und zwar mit Themen wie sie das Konterfei auf dem Cover und der Schriftzug darunter klar machen: Lord Dunsany.

Ich habe dafür übrigens nichts bezahlt, weil dies eine Vereinszeitschrift ist und ich Vereinsmitglied bin ;).

Das Blatt hat nach wie vor einen Rollenspielanteil, aber es wird auch für nicht-rollenspielende Freunde des Phantastischen etwas geboten. Von den 76 Seiten sind 21 Seiten in irgendeiner Form Lord Dunsany gewidmet, das ist schon ein ordentlicher Anteil. Insbesondere weil die Qualität stimmt: Ein persönlicher Eindruck einer Reise zum Schloss des Lords, eine schöne Zusammenfassung vom Leben und Wirken des Adligen, eine Übersicht seiner auf deutsch erhältlichen Werke und nicht zuletzt den Einfluss auf HPL. Leicht geschrieben, schön zu lesen. Und auch wenn der Rollenspielteil ebenso gut sein mag und auch wenn es ein interessantes Interview mit LARPern gab, für mich ist der Teil über Lord Dunsany das Highlight.

Daneben habe ich mich aber auch auf etwas anderes gefreut: Das Interview mit Huan Vu. Vorweg möchte ich sagen, dass  ich den Regisseur von Die Farbe sympatisch finde und er genießt bei mir, wie wahrscheinlich bei vielen anderen, ein gewisses Standing eben wegen des Films. Aber ich hätte mir bei dem Interview kritischere Fragen erhofft. Vor drei Jahren wurde das Crowdfunding für den Film über die Traumlande nun bereits erfolgreich abgeschlossen, nachdem es auf einer anderen Plattform erfolglos verlief und die Finanzierung angepasst wurde. Die einzigen Dreharbeiten fanden bisher scheinbar nur für den Trailer statt, der jetzt auch schon wieder drei Lenze zählt. Die Frage, woran es scheitert, wäre für mich durchaus interessant. Auch warum Huan Vu und seine Entourage immer noch Werbung für das Projekt machen und Investoren suchen, wenn die Finanzierung eigentlich stehen sollte. Und nicht zuletzt: Ist die Summe aus dem Funding sicher angelegt? Klar, habe ich das Projekt gehypt, aber irgendwann überdenkt man in Ruhe alles und stellt fest: Man ist auch nur ein Investor und will Resultate sehen oder irgendwann damit abschließen.
Das Interview war mir zu weichgespült, vielleicht gehört sich das so, aber darauf kann ich verzichten.

Trotz meiner letzten Worte soll der Gesamteindruck nicht schlecht beurteilt werden, ich schätze es gibt nur wenige Vereinsmagazine in derartiger Güte.

Blogwatch No. 1

Im Moment strotze ich nur so vor Elan und guten Ideen, natürlich beurteile ich meine Ideen selber, weswegen sie subjektiv selten schlecht sind. Ich dachte mir also: Ich lese, sehe und höre soviele tolle Sachen im Netz, warum fasse ich das nicht einfach mal in einem Blogbeitrag zusammen? Also hier Blogwatch No. 1!

Neues aus der Community

Eigentlich gab den Ausschlag für diesen Artikel (möglicherweise auch Artikelreihe :)) der Beitrag von Arkanil – Das Erschlaffen der DSA-Community, dort wird festgestellt, dass es immer weniger Beteiligung aus der Community gibt. Eigentlich hätte ich dazu nichts beizutragen, ich kenne die DSA-Community nicht. Aber bereits im Februar gab es einen ähnlichen Beitrag von seanchui über ein Schweigen im Cthulhu Forum und auch Ludus Leonis beklagte ein abwandern aus den Foren und zwar bereits 2012. Ich nutze facebook nicht, G+ ist mir immer noch unverständlich und in Foren bin ich eher selten unterwegs. Ich bin Blogger, Community ist für mich vielleicht etwas anderes als für andere. Neben dem rsp-Blog Aggregator sind für mich Verlinkungen untereinander und Kommentare für eine Community wichtig. Übrigens finde ich den Beitrag von Ludus Leonis auch nach fünf Jahren herrlich… ich bin absolut anderer Meinung.

Ein Wochenrückblick, den ich in den letzten Tagen entdeckt habe, kommt von Tina schreibt was zu Spielen. Dort stellt sie Beiträge aus der Welt der Erzähl- und Indierollenspiele vor, es gibt auch einen Rückblick auf englisch. Ich habe wirklich tolle Beiträge gefunden und es gibt auch einen gemeinsamen Linktipp.

Ein Rückblick hat meiner Ansicht nach ein Manko: Er umfasst immer nur einen kurzen Zeitraum. Stuffer Shack hingegen kam auf eine einfache wie geniale Idee. Wie wäre es Artikel aus Blogs zu sammeln, die zwar alt aber immer noch gut sind, und diese als PDF anzubieten? Und geboren war die erste Ausgabe von ARCHIVER, die kostenlos zum download zur Verfügung steht.

Cover by Joe Shawcross

Für die deutschsprachige Community wäre es doch vielleicht auch schön so etwas zu haben?

Lesenswert!

Irgendwann ist nicht nur alles gesagt, sondern auch alles von allen. Diesen Satz habe ich bei Arkanil gelesen, doch wenn dies dazu führt, dass niemand mehr etwas sagt, legt sich eine bedrückende Stille über alles. Spielosophie greift das Thema Gut vs. Böse, also die Moral im Rollenspiel auf. Ein häufig in Artikel verarbeiteter Aspekt des Rollenspiels, dadurch wird aber nicht die Güte des umfassenden Beitrages von Spielosophie geschmälert.

Mitunter fragt man sich, ob man etwas darf. Also rein rechtlich.
Darf man dieses Logo verwenden, darf man die Gottheit im eigenen Abenteuer nennen etc. Geistiges Eigentum ist immer so eine Sache. Gnom Stew hat sich des Themas Intellectual Properties  angenommen. Zwar ist dies keine rechtlich relevante Meinung, sie enthält aber allgemeine Grundsätze und Tipps. Gnome Stew ist überdies eine gute Seite zum stöbern.

Einen schönen Artikel über die Zeiten der Prohibition, samt Rollenspielanteil, habe ich auf Campaign Mastery gefunden. Sehr gut für Hintergrundinformationen und zum Einbau in die Runde!

Kontrovers geht es dann weiter. GMs die sich für ihre Tätigkeit bezahlen lassen? Davon habe ich schon gehört. Auf Life and Times of a Philippine Gamer wird genau davon berichtet. Der Spielleiter sieht sich als Künstler und Kunst sollte auch etwas wert sein. Zumal die Pen&Paper Community auf den Philippinen tatsächlich klein ist und GM’s selten sind.

War noch was? Jahaa! Der Artikel den Tina und ich unabhängig vorneinender empfehlen: Thorsten spielt Rollenspiel – Die einzigen zwei Dinge, die es für eine großartige Spielleiterin braucht. Dabei handelt es sich um eine Übersetzung eines Hayley Gordon Artikels. Alleine die Übersetzungsarbeit ist wirklich toll, aber auch inhaltlich bietet der Post einiges an Tipps. Bestimmt steht alles bereits irgendwo, aber dieser Beitrag bietet eine gut geschriebene Einführung ins Spielleiten.

Rezensionen

Wer überlegt, seine cthuloiden Comics mit dem Providence Band von Alan Moore zu erweitern, der kann einen ausführlichen Bericht im Lovecraft eZine nachlesen.

Interesse an einem neuen Rollenspielprodukt? Wie wäre es mit The End of the World – Wrath of the Gods? Seanchui hat dieses Endzeitrollenspiel getestet, und auch wenn es sich gut anhört, sollte man bis zum Fazit lesen, bevor man es kauft.

Für die Ohren

Hat man weniger Lust aufs Lesen, wird im Pen&Podcast in Folge 14 der Gruppenvertrag besprochen und mit den Mächten des Wahnsinns beschäftigt sich der DORPCast, der mittlerweile 100. Folgen auf dem Buckel hat.

Blogaktionen

Wer selber Lust hat, einen Artikel zu schreiben oder Beiträge zum Thema Ruinen oder Blogs lesen möchte, dem sei der dies monatige Rollenspielkarneval zum Thema Ruinen empfohlen und der Würfelheld stellt wieder Fragen für die Blog-O-Quest diesmal zum Thema Blogs.

Cheers
Sorben

Secret World Legends – Ein Reboot

Vor ca. fünf Jahren ging The Secret World an den Start um die Welt der MMOs in Sturm zu nehmen. Daraus ist leider nichts geworden. Kritiker und Fans waren begeistert von den Questreihen, der stufenlosen Charakterentwicklung und dem Setting. Ein Survival-Horror-Spiel mit ganz vielen Lovecraft Anlehnungen, es war wirklich etwas erfrischendes und ich habe in den ersten Tagen einiges an Spielzeit in Kingsmouth, Argatha und London verbracht. Es war wirklich cool, gegen all die Monster zu bestehen, die man aus Filmen und Büchern kannte, auf Straßen zu fahren, die nach Lovecraft und Co. benannt waren. Das alles war irgendwie genial.

Doch schaffte es das Spiel nie wirklich eine kritische Masse an Spielern zu erreichen, die den wirtschaftlichen Fortbestand und die Entwicklung hätten sichern können.

Funcom

Aus meiner Sicht fehlte der Suchtfaktor, zwar waren die Geschichten gut, aber es mangelte an schnellen Erfolgen, die Blings und der Glitter, ein Belohnungssystem wie es beispielsweise WoW bietet. Das Craftingsystem war eher ein Krampf und klassen- und stufenlos war nur ein Etikett, denn dafür steigerte man seine Fähigkeiten, den Rang innerhalb seiner Gesellschaft und übernahm eine bestimmte Rolle in Instanzen. Das PvP-System war allerdings wirklich… gut, bis es „gepatcht“ wurde.

Gut, genug aus der Vergangenheit. Secret World Legends erscheint am 26.6.17 als f2p Shared-World-Action-RPG. Dabei handelt es sich um ein Reboot, sprich die Story bleibt unverändert, auch Questreihen können immer noch wie im Original durchgespielt werden. Kleine Änderungen und zusätzlicher Inhalt inbegriffen, zum Beispiel gibt es eine neue Anfangsquest. Dies ist eine gute Nachricht, denn Bestandsspieler dürften sich freuen bekanntes und liebgewonnenes nicht vollends zu verlieren, neue Spieler erleben gleich die größte Stärke des Spiels. Was allerdings ein Shared-World-RPG sein soll, ist mir immer noch nicht ganz klar:

Players can go at it alone and enjoy the over 100 hours of story at their own pace, or team up with others as they explore the world and unravel its mysteries.

Für mich hört sich dies nach einem optionalen coop-Modus an, etwa wie bei
Diablo 3? Wäre zumindest nicht das schlechteste. Um allerdings einen MMO Charm zu erhalten, sollen eine begrenzten Anzahl an anderen Spielern im selben Questgebiet gefunden werden können bzw. soll es wohl auch Community-Hubs geben. Leider habe ich die Beta nicht gespielt und kann erst nach dem Release etwas dazu sagen.

Funcom

Secret World und das Bezahlmodell… eine ganz eigene Geschichte. Persönlich haben für mich f2p-Games einen Makel. Mein Großvater sagte immer: Nur der Tod ist umsonst auf der Welt.
Server, Techniker und Entwickler wollen bezahlt werden und die meisten Firmen arbeiten gewinnorientiert, also wird irgendwie Geld generiert. Die Gefahr, dass aus f2p irgendwann pay-to-win wird, ist nicht völlig absurd. Wie läuft es also bei SWL ab? Es gibt zwei Währungen: Marks of Favour und Aurum. Die Marken sind die ingame-Währung, erhältlich durch Questbelohnung, Handel mit anderen Spielern etc., Aurum ist die „Shopwährung“ also das Guthaben welches ich für Euro kaufe. Man soll Marken in Aurum und umgekehrt tauschen können.
Während man prinzipiell mit den Marken Gegenstände kauft, soll man für Aurum Boosts, Charakterslots und Platz im Inventar kaufen können. Fakt ist aber, dass man alles mit Aurum oder Marken kaufen kann. Mit Echtgeld steht mir die ganze Secret World offen, allerdings kann ich auch durch farmen meinen Charakter boosten oder seine Taschen vergrößern. Ein ähnliches Wirtschaftssystem betreibt Albion Online, die auch demnächst einen Veröffentlichungstermin haben.

Secret World Legends: Free to Play Modell Quelle Funcom

Also Prinzipiell scheint dieses System fair zu sein.

Wirtschaft ist eine Sache, Spieldesign eine andere. Das Spiel wurde überarbeitet, so gibt es jetzt Klassen, um Einsteigern den Start zu erleichtern. Die Klassen sind aber nicht in Stein gemeißelt und man kann nach wie vor alles mit seinem Charakter machen. Das Wheel, also das Rad auf dem die Waffenfertigkeiten verbessert wurden, fällt weg. Auch soll das ganze Kampfsystem an gängige Action-Titel angepasst sein, ein Blick auf die Kämpfe bestätigt dies:

Wie auch 5 Jahre zuvor will ich von Anfang an dabei sein, ob ich dabei bleibe ist eine andere Sachen. The Secret World bleibt allerdings noch online, aber es ist mitunter sehr einsam dort.

Archive – Ein interessantes Projekt

Archive ist ein interessantes Kickstarter Projekt, welches bereits finanziert wurde.

CC0 by geralt

Worum gehts? Tristan Zimmerman hat sich Gedanken gemacht, wie man in einem Rollenspiel interessante Personen, Orte und Ereignisse einbauen kann. Dabei nimmt er als Quelle die Geschichte der Menschheit. Hört sich im ersten Moment etwas nach festem Realweltsetting an, ist aber für alle Rollenspielwelten offen. Man braucht eine Schurkin? Wie wäre es mit Zheng Yisao, eine chinesische Piratin des 19. Jahrhunderts? Zu der Person werden genügend Hintergründe geliefert, damit der Spielleiter oder der Spieler dem Charakter genügend Farbe verleihen und im Piraten-, Fantasy- oder Steampunkabenteuer spielen kann. Ich habe mir die Datei für 10 US$ nicht geholt (ist auf der Seite aber noch möglich), trotzdem finde ich die Idee dahinter mehr als gut. Unsere Geschichte ist reich an Plots sowie Charakteren und das Beste daran, sie ist copyright-frei!

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