Nov 192013
 
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In 3.5 oder jetzt in Pathfinder rechnen wir in Goldmünzen. Ist auch laut Spielerhandbuch die verbreitetste Form von Münze. Eine Goldmünze (GM oder einfach Gold) entspricht 10 Silbermünzen (SM oder einfach Silber), 100 Kupfermünzen (KM oder einfach Kupfer) oder 1/10 einer Platinmünze (PM oder… ihr wisst schon: Platin). Jeder Münze hat ein Gewicht von 9,5g.

Kleiner Vergleich zu tagesaktuellen Metallpreisen:
Ein Kupfer wären ca 0,06 €
Ein Silber (999*) wären ca. 4,61 €
Ein Silber (150*) wären ca. 0,69 €
Ein Gold (999*) wären ca. 287,95 €
Ein Gold (25*) wären ca. 7,21 €
Ein Platin (999*) wären 318,82 €
Ein Platin (250*) wären 79,78 €
*Feingehalt oder Anteil reinen Edelmetalls an einer Münze von 9,5g.

Das Edelmetall Golarions hat daher eine andere Seltenheit als auf der Erde oder die Münzen weisen nur den Namen nach auf das Edelmetall hin, welches in geringen Teilen in ihnen steckt. Zugrunde liegen auch eher mittelalterliche Preise, zumal ein Schwein mit 3 Gold im Handbuch ungefähr 21,63 € kosten würde (im Vergleich zu 130 € für ein Schwein heutzutage).

Doch all dies sind nur Stücke von Metall, was das Ganze mit Leben füllt, sind Währungen. In 3.5 gab es eine ziemlich gute Ausarbeitung von Währungssystemen. In den Pathfinder Büchern habe ich eine entsprechende Thematisierung von Münzen und Währungen nicht gefunden. Und ich bin darüber glücklich. Denn, egal ob man es nutzen muss oder kann, man guckt immer wieder drauf, besser ist es, wenn man sich in seiner eigenen Spielrunde ein eigenes Währungssystem schafft, sofern man es denn will. Man könnte den einzelnen Münzen einfach Namen geben: Pfennig, Groschen, Mark und Krone, man kann ihnen Eigenheiten wie Zwergische Krone oder Halblings Pfennig voranstellen oder auch einen Wechselkurs einführen: 1 Zwergische Goldkrone entspricht 2 Elfischen As.. Das sind Beispiele, wichtig ist hierbei die Einfachheit, alle Münzen sollten einen festen Bezug zu dem Goldstandart haben. Es spricht aber nichts dagegen eine Münze im Wert von 2 Goldmünzen einzuführen.

Diese neuerlichen Münzen hätten einen Vorteil: Das Gewicht. 2.000 Goldmünzen a 9,5g wiegen nämlich 19kg. Da man aber auch mal leicht in Dungeons Kupfer und Silber in höherer Mengenanzahl findet, ist es eine ganz schöne Plackerei, vom Volumen mal abgesehen. Die Möglichkeiten des Nimmervollen Beutels lasse ich außer Acht.

Ob man aber allgemein das Geld als solches ernsthaft ins Spiel mit einbezieht, ist natürlich abhängig von der Runde. Mir ist auch bekannt, dass das Gewicht von Münzen bei einigen DM’s keinerlei Rolle spielt und nicht auf dem Bogen eingetragen wird, einfach weil es sich ständig ändert.

Eine nicht so übliche Praxis der Geldwirtschaft ist das Papiergeld. Nicht einfach nur Geldscheine, sondern auch Wechsel oder Schuldscheine. Das bietet auch die Gelegenheit eine Handelsgilde oder Banken einzuführen, die dann anerkanntes Papiergel ausgeben. Auch kann soetwas in ein bestehendes Abenteuer eingebunden werden. So könnte man für eine Quest in Schuldscheinen bezahlt werden, die man sich später auszahlen lassen möchte.

Charaktere einer gewissen Stufe können ziemlich schnell viel Geld besitzen, somit ist Verschwendung durchaus an der Tagesordnung. Um dieses etwas einzudämmen gibt es die Möglichkeit, Geld zu verknappen. Die Verschwendungssucht der Spieler beginnt mit der Großzügigkeit des DM’s! Weniger ist mehr, und auch wenn man sich nicht über die empfohlenen Werte für Beute und Schätze hinwegsetzen muss, bzw. dort erhebliche Abstriche machen sollte, sind Steuern und obligatorische Tempelabgaben ein probates Mittel, die Abenteurer nicht allzu sehr unter der Last der Münzen leiden zu lassen.

Einkaufen und Handeln liegt einigen im Blut. Es geht dabei wahrscheinlich auch um Erfolgserlebnisse bei den Fertigkeitswürfen auf Diplomatie und Schätzen. Nicht selten nimmt so eine Shoppingtour mehr Zeit in Anspruch als sie sollte. Empfehlenswert sind hier zwei Ding: Preise sind entweder nicht verhandelbar und entsprechen den Listenpreis des Handbuches oder: Es wird pauschal für eine ganze Liste gewürfelt, wobei sich der Schwierigkeitsgrad der Probe oder der Rabatt nach Menge und Qualität anpasst. Ersteres versagt einigen Spielern ihre Fertigkeit zu nutzen, letzteres ist etwas mehr Rechenarbeit aber handhabbar.

Viele Spieler definieren Reichtum über Ausrüstung und Erfahrung. Wirtschaftliches Handeln ist im Rollenspiel nicht unbedingt logisch, man sollte es daher nicht unnötig verkomplizieren sofern die Gruppe damit zurecht kommt, etwas Farbe kann aber nicht schaden.

Lesenswerte Artikel:
Your Coin is No Good Here von Dungeon’s Master
Polyeder Podcast über Geld im Rollenspiel
Link zum Gruppenkassen Sheet
Edelmetallrechner ;)

  2 Antworten zu “Geld im Fantasyrollenspiel”

Comments (2)
  1. Danke für den Link zum Polyeder Podcast!

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