Verflucht und zugenähte alte Säcke – Eine Zusammenfassung

Alte Säcke

Der letzte Karneval hatte das Thema Alte Säcke und wurde vorgeschlagen von der Zeitzeugin, die jetzt auch nen alten Sack neuen Blog hat. Nun sind die alten Säcke aber zugenäht und es geht mit einem verflucht tollen Karneval weiter: Verwunschen, verzaubert, verflucht von Nerd-Gedanken!

Alte Säcke!? Ich musste da auch erst einmal überlegen. Mir fiel aber nach relativ kurzer Zeit d6ideas mit Beutelschneider ein: Beutel = Säcke, war für mich eine nicht gewagte Assoziation. Und mit Alter und Altern in Beutelschneider gab es dann auch einen Beitrag, der eine Regelung für Beutelschneider beinhaltete. Ganz unverblümt hatte ich die Überschrift geklaut und meinen Beitrag auch Alter und Altern (diesmal) in Pathfinder genannt. d6ideas setzte dann noch einen drauf. Mit alternatives Alter und Altern in Beutelschneider gab er noch eine Variation der vorgenannten  Regel.

Bleiben wir aber vorerst bei den physischen Säcken. Auf Gedankenkompost wurde Fradriks Beutel des zufälligen Besitzes vorgestellt. Ein Beutel deren Inhalt mehrheitlich vielleicht Unfug sein mag, aber die Sammelwut einiger Helden repräsentiert und ein witziges Element an einem Spieleabend sein kann. Dazu gab es noch eine Zufallsliste für Schrott in Erdfall.
Engors Dereblick hatte mit dem Beitrag Wider dem Jugendwahn lieb gewonnene aber leider fast vergessene Charaktere aus DSA ins Gedächtnis gerufen. Auch wenn ich mit den Namen nichts anfangen kann (Hab DSA nie gespielt), ist die Idee dahinter schön und ich erinnere mich auch gerne an alte Säcke (Elminster, Halaster, Volo usw. 😉 ).
Abgerundet wurde dieser fluffige und crunchige Teil des Karnevals von d6ideas, der einen Archetypen für D&D 5 vorstellte, namentlich den Veteran, einen alten Kämpfer. Der Beitrag ist auf englisch und ich werde meine Ideen zur Übertragung in Pathfinder auch noch beitragen.

Alte Säcke und der Karneval: Daraus bot sich an, einen Beitrag zu machen. 5 Jahre Karneval der Rollenspielblogs hieß der Artikel auf Richtig Spielleiten! und gab einen Rückblick auf die Anfänge des Forums, des Blogs und des Karnevals von jemanden, der seit Beginn dabei war.
Ich hatte mit Happy Birthday Karneval der Rollenspielblogs! ebenfalls versucht den Weg des Karnevals nachzuzeichnen und mit einer kleinen Geschichte zum Rollenspiel wollte ich einen kleinen fun fact zum Rollenspiel liefern. Nämlich die Hexenjagd auf Pen&Paper in den USA der 80er wegen der angeblichen Jugendgefährdung.
Auf Tilting my World hingegen berichtete Orakel über seine Erfahrungen in der Community, d.h. ein Blick von innen auf die Gesamtheit.  Von storiesandcharacters wurde im Forum angeregt, doch einmal über den persönlichen Einstieg und die eigenen Erfahrungen zu schreiben. Vorweg gab es auf Nerd-Gedanken mit Früher war alles besser – nope! einen Beitrag, der der Idealisierung vergangener Zeiten durchaus etwas entgegenzusetzen hat. Früher war eben auch vieles schlechter, es sind persönliche Erfahrungen, die den Unterschied machen. Zumindest bleibt festzuhalten, dass früher vieles anders war.

Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie es denn früher war, kamen drei weitere Beiträge hinzu. Spiele im Kopf feierte nicht nur den Geburtstag seines Blogs sondern auch drei Dekaden mit Würfeln, Stift und Papier, oder zumindest mit Rollenspielen. Abenteuerspielbücher waren sein Augenöffner fürs Hobby. Ich würde diese Bücher auch gerne mal ausprobieren, werde es aber vermutlich erst mit dem Renteneintrittsalter verwirklichen :). Es gab aber bei Spiele im Kopf noch mehr als Abenteuerspielbücher. Ähnlich wie bei Greifenklaue. Auch er blickte zurück und zwei Überschneidungen fielen mir auf: DSA und Rollenspielläden. Für mich war DSA nie ein Thema, einfach weil ich es nicht kannte und mit D&D anfing, und Läden spielten für mich anfangs auch keine Rolle, und später eine eher untergeordnete. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich viel später mit dem Hobby angefangen hatte als die beiden. Was ich aber beeindruckend fand, dass der Landkreis Helmstedt ein eigenes Wiki mit 2.100 Beiträgen hat ;). Dort verlinkte die Klaue einiges und zeichnete einen Weg seiner Geschichte nach.
Orakel beschrieb in seinem zweiten Beitrag seinen Werdegang hin zum Rollenspieler, auch hier ein ganz persönlicher Eindruck, allerdings später was die Jahreszahl als auch das Alter im Gegensatz zu den beiden vorgenannten betrifft.
Auch einen Rückblick, wenn auch einer aus schreibender Sicht, gab d6ideas mit dem Karneval der Archive. In diesem Beitrag ließ er thematisch noch einmal seine Artikel Revü passieren und saß dabei alleine im Archiv.

Das war also der Karneval im Monat Dezember 2016. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmer bedanken, bei den Leser und natürlich bei Michael Jaegers für das Logo!  Ehrlich gesagt, hätte ich nicht gedacht, dass so viele Beiträge zusammenkommen würden, immerhin ist der Dezember mitunter etwas stressig. Es sind allerdings 15 Beiträge geworden, finde ich ganz schön gut. Thematisch dürfte auch für jeden etwas dabei gewesen sein. Ich hatte zumindest meinen Spaß und hoffe, ihr auch!

Happy Birthday Karneval der Rollenspielblogs

Alte Säcke

Happy Birthday! Der Karneval der Rollenspielblogs ist fünf Jahre alt geworden. Der Blechpirat hat auf seinem Blog Richtig Spielleiten! schon einen Ein- und Rückblick auf die Geschichte des Karnevals geliefert. Doch was ist eigentlich der Karneval und gibt es Zahlen? Ja, ich liebe Zahlen 🙂

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Rollenspielkarneval eigentlich nichts anderes als ein Blogumzug ist, so wie ihn vermutlich viele Blogger kennen. Kleine Besonderheit hier ist, dass er monatlich stattfindet und nur Rollenspielblogs daran teilnehmen bzw. der Artikel einen Rollenspielbezug haben muss. Das englischsprachige Pendant dazu ist der RPG-Carnival, der bereits seit August 2008 tourt.

Das man dieses Konzept in die deutschsprachige Community übertragen hat, ist wohl spielleiten und den Mitgliedern des RSP-Forums zu verdanken. Das Logo geht dabei auf Annika von den Teilzeithelden zurück.

Das ursprüngliche Karnevalslogo
Das ursprüngliche Karnevalslogo
Alternatives Karnevalslogo
Alternatives Karnevalslogo

Wie man aber noch sehen wird, gibt es Variationen beim Logo. Die Anpassungen wurden von den einzelnen Organisatoren der Karnevale vorgenommen oder auch von den einzelnen Teilnehmern und sind wirklich schick. Das zum 5-jährigen wurde von Michael L. Jaegers erstellt.

Wer mit den Gedanken spielt, einmal mitzumachen, dem sei dieser Foren-Post empfohlen. Bislang gab es 61 Umzüge mit 32 Organisatoren und hunderte Beiträge! Wer waren die Organisatoren? Kleine Gedächtnisstütze:

Die Organisatoren

Die meisten Karnevale hat dabei Spiele im Kopf organisiert, insgesamt fünf mal übernahm er die Orga.

Mit jeweils vier Orga-Spenden teilen sich
Clawdeen, d6ideas, Greifenklaue und die Zeitzeugin den 2. Platz.

Mit jeweils drei Themen bewiesen
Neue Abenteuer, Richtig Spielleiten und Zornhau
ihr Organisationstalent und zweimal hielten

Bjørn Jagnow, De Malspöler (Herzliches Rollenspiel), HârnMaster, Jaegers.net, Nerd-Gedanken und die Teilzeithelden sowie mit diesem Karneval meine Wenigkeit
den Karneval auf Kurs.

Jeweils einmal übernahmen
Bombshell, Drømte mig, Engors Dereblick, Felis, Hoch ist gut, Ludus Leonis, Mad-Kyndalanth, Malfeas, Mondbuchstaben, Nandurion, Roachware, spielleiten, storiesandcharacters, Tagschatten, w6vsw12, Weltenbau Wissen und ZauberFerne
das Ruder.

Roboter, Golems und Kunstwesen
Roboter, Golems und Kunstwesen, Oktober 2015 von Clawdeen

 

Über die fünf Jahre sind viele Blogs verwaist. Ich werde sie hier nicht auflisten, denn es besteht ja immer noch die Möglichkeit, dass sie wieder reaktiviert werden, allerdings gibt es einige Blogs überhaupt nicht mehr:

In Gedenken an

Das Herzliche Rollenspiel
Der Blog von Bjørn Jagnow
HârnMaster.de

Die Organisation

Die Organisation des Karnevals läuft über das RSP-Blogs Forum, was für Themenfindung und Diskussionen sehr praktisch ist. RSP-Blogs ist dabei die Seite für deutschsprachige Rollenspielblogs und Aggregator eben dieser. Gefühlt sind dort alle Rollenspielblogs angemeldet. Letztendlich hilft es auch ungemein bei der Vernetzung, als Aggregator werden die neusten Posts auf die Startseite von RSP-Blogs katapultiert und man hat immer etwas zum Lesen. Daneben gibt es auch den Twitter Account und eine FB Seite.
Neben dem offiziellen Twitter Account gibt es auch noch RSP-News mit zusätzlichen Links zu englischsprachigen Blogs. Eine lebhafte Community hat sich auch auf G+ angesammelt und Nerdpol liefert Termine von Streams auf Youtube. Übrigens Youtube: Dort gab es mal eine dem Karneval ähnliche Aktion: Das Vlogtaculum. Leider wurde diese Aktion im August 2015 eingestellt.
Um Karnevalsthemen besser auf Twitter und eventuell G+ zu filtern, bietet sich der Hashtag RSPKarneval = #RSPKarneval an.

Auswüchse der Wissenschaft, Mai 2016 von Nerd-Gedanken
Auswüchse der Wissenschaft, Mai 2016 von Nerd-Gedanken
Begleitaktionen

Der Karneval hat so einiges hervorgebracht. Im Februar 2015 zum Beispiel. 10 Dinge war das Thema, ausgerichtet von Greifenklaue. Dieser Karneval hat zur Parallelaktion 10 Dinge zum 10. geführt. Greifenklaue und Würfelheld führen daneben nicht nur den Winter- OPC (One Page Contest) sondern auch die RPG-Blog-O-Quest durch.
Einige Karnevale haben danach auch noch Begleitaktionen veranstaltet. Loot-a-Day fand zusammen mit dem August 2016 Karneval Geld, Gold und Schätze, ebenfalls von Greifenklaue statt. Ein Jahr zuvor, nämlich im August 2015, gab es den Karneval zum Thema Artefakte organisiert von Spiele im Kopf, die Begleitaktion war Artefact-a-Day.

Daneben gibt es einige andere Blogaktionen. #RPGaDay ist so eine. Aber auch größere Aktionen, die zwar nichts mit dem Bloggen an sich zu tun haben, dennoch eine wirkliche Bereicherung für die ganze Szene sind. Der Gratisrollenspieltag zum Beispiel. Am 8. April 2017 ist es wieder soweit, also schon mal merken!

Was haltet ihr vom Karneval?

Einen Karneval will ich mal etwas genauer unter die Lupe nehmen, nämlich den im Dezember 2012. Das Thema war Karneval und organisiert hat ihn d6ideas. Dabei war das Thema nicht explizit der Karneval der Rollenspielblogs, dennoch gab es ein paar Beiträge, die sich damit beschäftigt haben.

De Malspöler schrieb einen schönen Artikel über Vernetzung, Themenfindung und Beteiligung beim Karneval. Teilweise musste ich schmunzeln, denn Trackbacks scheinen immer noch nicht überall angekommen zu sein, sehr doppeldeutig. Was Themenfindung und Beteiligung angeht, sieht es wohl vier Jahre später besser aus, vielleicht auch nicht. Ich habe mich für fast ein halbes Jahr so gut wie komplett aus dem Bloggen zurückgezogen und kann daher eher weniger mitreden. Auch was so in den Foren los war, weiß ich nicht wirklich.

In der Zusammenfassung zu diesem Karneval auf d6ideas klang öfter mal an, dass man konkretere Themen mochte:

Froschzeh: Was mich zu meiner These zurückbringt, dass Karnevalsthemen durch engeren Fokus besser werden. Sehr allgemeine Themen führen dann auch zu sehr allgemeinen Artikeln.
(Zum August Karneval 2012: Emotionen im Rollenspiel)

Dem kann ich mich persönlich anschließen, halte aber auch recht konkrete Themen mitunter für wenig ergiebig im Rollenspielkontext. Btw. gab es in dem Artikel von d6ideas auch eine schöne Revue des ersten Jahres.

Malspöler startete in seinem Artikel eine Umfrage. Ich würde diese Umfrage gerne vier Jahre später wiederholen. Es sind die gleichen Antworten und sie läuft auch annähernd zwei Wochen, würde mich freuen, wenn ihr daran teilnehmt und anderen davon erzählt.

Ein wichtiger Punkt fehlt noch: Wie kommt der Karneval eigentlich bei Euch Lesern an? Ich habe dazu, neben der Namensumfrage für die Con, eine weitere Umfrage aufgemacht. Auch Kommentare sind sehr erwünscht. “Dafür sind die meisten sicher eh wieder zu faul.“ Und an euch andere Karnevalsblogger: Bitte weist auf die Umfrage hin, damit wir ein umfassendes Stimmungsbild bekommen! Und stimmt nicht ab, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird. “Du entwickelst nen kleinen Umfragentick. Das ist Dir schon klar oder? Wobei, so klein ist der nicht mehr.“

Wie findest Du den Karneval der Rollenspielblogs?
  • Coole Sache. Schaue ich mir gerne an und lese einiges. 45%, 9 Stimmen
    9 Stimmen 45%
    9 Stimmen - 45% aller Stimmen
  • Joa, ich lese mal hier und mal da was. 40%, 8 Stimmen
    8 Stimmen 40%
    8 Stimmen - 40% aller Stimmen
  • Interessiert mich kein Stück. 10%, 2 Stimmen
    2 Stimmen 10%
    2 Stimmen - 10% aller Stimmen
  • Nur, wenn auf meinen Lieblingsblogs Artikel kommen. 5%, 1 Stimme
    1 Stimme 5%
    1 Stimme - 5% aller Stimmen
  • Hä? Worum geht es? 0%, 0 Stimmen
    0 Stimmen
    0 Stimmen - 0% aller Stimmen
  • Geil! Ich lese immer alle Artikel. 0%, 0 Stimmen
    0 Stimmen
    0 Stimmen - 0% aller Stimmen
Abstimmungen insgesamt: 20
31. Dezember 2016 - 16. Januar 2017
Umfrage beendet
© Kama

Zum Schluss noch eine Auflistung aller Karnevale bis November 2016. Ich danke allen Organisatoren, Teilnehmern und Lesern dafür, dass sie unser gemeinsames Hobby bereichern und wünsche ein gesundes neues Jahr 2017!

Happy Birthday Karneval der Rollenspielblogs weiterlesen

Alter und Altern in Pathfinder

Dies ist ein Beitrag zum RSP-Karneval zum Thema Alte Säcke. Den Startbeitrag findet man hier und den Diskussionsthread im RSP-Blog Forum.

Das Alter des Spielcharakters in Pathfinder spielt eine Rolle! Ganz ehrlich gesagt, früher habe ich da mehr drauf geachtet, heute habe ich das mittlere Alter eines menschlichen SCs erreicht und sehe es eigentlich mehr als Altersdiskriminierung an. Wie bei allen Regeln, kann auch diese beachtet werden oder auch nicht. Eine Tabelle der Altersgrenzen der sieben Grundvölker findet man in der PRD.

In Pathfinder passiert es so gut wie nie, dass ein Spielercharakter an Altersschwäche stirbt, dabei gibt es hierzu jedoch eine Regel. Als Beispiel nehmen wir einen menschlichen SC. Hat der Charakter das ehrwürdige Alter von 70 Jahren erreicht, würfelt der DM zwei W20 und addiert das Ergebnis auf die 70 und erhält somit das maximale Alter des Charakters. Das Endergebnis bleibt für den Spieler natürlich geheim und der SC verstirbt im Jahr nach dem Erreichen des maximalen Alters. Eine hervorragende Regel, die nach meiner Einschätzung wohl so gut wie nie Anwendung fand und findet. Das Problem dabei ist nämlich, dass die körperlichen Attribute mit Eintreten in einen folgenden Lebensabschnitt sinken, sprich sobald der Charakter 35, 53 oder 70 Jahre alt wird, vermindert sich Stärke, Konstitution und Geschicklichkeit. Im Falle eines 70-jährigen um jeweils drei Punkte, im Gegenzug erhält er dafür nur einen Punkt auf Charisma, Weisheit und Intelligenz (Vorherige Abzüge wurden in diesem Beispiel bereits eingerechnet). Dies dürfte nur für einen auf Story bedachten Spieler interessant sein. Dann folgt aber noch das Würfeln für das maximale Alter, welches zwischen 72 und 110 liegt. Eine Kampagne oder Abenteuer müsste also eine ziemlich lange Ingame-Zeitspanne abdecken um jemanden an Altersschwäche sterben zu lassen. Alle Faktoren zusammen genommen sprechen also gegen das Ableben auf Grund des Alters. Zudem ist es fraglich, ob es in der Runde erwünscht ist, dass ein Held nach der Rast nicht mehr aufwacht.

Hat diese Altersregelung dann überhaupt einen Sinn? Ja, zwar werden die körperlichen Attribute vermindert, die geistigen werden aber erhöht. Im Alter zwischen 35 und 53 ist es ein Tausch von 1 zu 1, somit erhält man einen Abzug von jeweils eins auf Stärke, Konstitution und Geschicklichkeit gleichzeitig aber ein plus eins auf Charisma, Weisheit und Intelligenz. Dies kann für Magier, Priester, Barden oder andere Klassenkonzepte interessant sein. Man hat also die Möglichkeit noch ein bisschen mehr aus seinem Charakter zu holen.

 

Ein Lied über Zensur – Halt den RANT

In diesem Blog soll es ja nicht um Rollenspielthemen gehen, wird es auch nicht. Es geht um die Dummheit der Menschen, über Rezensionen und Zensur auf Grund eines Vorfalles, der zwar mit Rollenspiel zu tun hat, aber in jedem anderen Bereich auch hätte stattfinden können.

Ich will gar nicht näher auf den zugrunde liegenden Fall eingehen, weil er unerheblich ist und sich auch längst geklärt hat. Allgemein kann man sagen, jemand hat eine Meinungsäußerung verfasst. Stilistisch zwischen Schmähung und unsachlicher Polemik einzuordnen. Und nein, es geht nicht um ein Programm eines öffentlich rechtlichen Senders. Es handelte sich bei dieser Meinungsäußerung auch nicht um eine Rezension, es war bestenfalls eine negative Kritik über die Verlagspolitik, konkret wurde die These aufgestellt: Es würden zu viele Bücher veröffentlicht und dem Kritiker beschlich das Gefühl, dass nur noch die Leidenschaft gieriger Sammler befriedigt würde. Jetzt dachte sich der Verlag vielleicht: Ok, wenn der Kritiker dieser Meinung ist, dann gehen wir davon aus, dass es keine konstruktiven Reviews mehr geben wird, weil man ja zu dem Schluss kommen könnte, dass jede neue Veröffentlichung des Verlags ohnehin als überflüssig bewertet würde. Oder der Verlag sieht sich, die Arbeit seiner Mitarbeiter und/oder die Kaufentscheidung seiner Kunden herabgewürdigt. Vielleicht hat auch nur ein Mitarbeiter einen schlechten Tag gehabt, als die Entscheidung fiel, den Kritiker von der Liste für kostenlose Rezensionsexemplare zu streichen.
WHAT? Und von diesem Vorgang wider der Meinungsfreiheit erfuhren wir wiederum nur durch einen journalistischen Coup des, nennen wir ihn dramatischer Weise doch, KRITIKERS, der den Vorgang auf seinem Blog ans Licht brachte. Was nun folgte, war die Empörung einer ganzen Nation. ZENSUR, ZENSUR wurde vor dem Reichstag und in den Foren skandiert, doch bevor ich hier weiter schreibe, eine kleine Einführung darüber was Zensur eigentlich ist, bevor sich noch mehr Leute lächerlich machen.

Wir machen es ganz einfach und zum Nachvollziehen für Hohlbratzen:
Auf Wikipedia steht:

Zensur (lateinisch censura) ist der Versuch der Kontrolle der Information. Durch restriktive Verfahren – in der Regel durch staatliche Stellen – sollen Massenmedien oder persönlicher Informationsverkehr kontrolliert werden, um die Verbreitung unerwünschter oder ungesetzlicher Inhalte zu unterdrücken oder zu verhindern.Oftmals wenden totalitäre Staaten die Zensur verschärft an.

Quelle: Wikipedia

Obwohl sich einige Forennutzer die Mühe gemacht haben, Wikipedia zu Rate zu ziehen, sind sie über das erste Wort nicht hinausgekommen. Das ist traurig aber die Aufmerksamkeitsspanne in der Bevölkerung sinkt. Also es geht um die Kontrolle der Information. Dies wird erreicht durch Kontrolle des Informationsverkehrs von Massenmedien oder aber auch von Personen. Im konkreten Fall wäre die Information die Kritik, oder formulieren wir es nicht aufwertend gemeint, der Blogbeitrag bzw. künftige Blogbeiträge.
Dieser wird aber nicht kontrolliert, auch wird kein Einfluss auf künftige Beiträge genommen. Aber konstruieren wir einmal einen Fall in dem der Entzug von Geschenken zu einer Beeinflussung der Meinung führen würde… mir fällt keiner ein. Ah doch, wenn sogenannte Geschenke dazu dienen eine Meinung in eine Richtung zu bewegen, würde aber gegen die Bloggerethik verstoßen.
Aber abgesehen von der Tendenz des Artikels, wäre es doch ein Eingriff in die Meinungsvielfalt und doch Zensur!? Wenn Artikel nur auf Grund von Rezensionsexemplaren entstünden, wäre es ja Zensur da keine Artikel mehr veröffentlicht würden, wenn es keine Rezensionsexemplare mehr gäbe!? Ernsthaft? Also wenn eine Firma ihr Werbebudget streicht ist das Zensur, weil weniger Werbung im Fernseher läuft? Die Konsumgesellschaft weicht anscheinend die Hirne auf. Verlage geben aus zwei Gründen Rezensionsexemplare heraus:

  1. Weil es Werbung ist, selbst negative Stimmen führen dazu, dass die Produkte bekannt werden. Einzig berechtigte Verrisse sind wirklich schlecht (Und nein, der erwähnte Blogbeitrag ist kein Verriss)
  2. Weil der Verlag Feedback zu seinen Produkten erhält.

Wie die Gewichtung ist, ist von Verlag zu Verlag unterschiedlich. Allerdings sind Verrisse selten und selbst wenn es zu einem solchen kommen sollte, wäre es fraglich, ob der Rezensent keine Exemplare zur Begutachtung mehr bekommen würde.
Letztendlich sind Blogs nichts anderes als Litfaßsäulen, die mit selbst erstellten Anzeigen zugekleistert werden und die Blogger übernehmen diese Aufgabe auch gerne. Eine win-win-Situation, was dem einem Content ist dem anderen Marketing. Wenn jetzt, aus welchen Gründen auch immer, ein Verlag jemanden von seiner Liste für Produktproben streicht, ist dies keine Einflussnahme auf Inhalte, im schlimmsten Fall würde der Blog keine Kritiken zu der Produktreihe mehr veröffentlichen. ABER ich als Kunde habe das Recht auf Rezension! Nein! Man hat ein Recht darauf richtig vom Verlag über dessen Produkte aufgeklärt zu werden, man hat aber kein Recht darauf, dass ein Dritter mir seine Meinung zu dem Produkt mitteilt. Wohingegen man ein Recht darauf hat, seine Meinung zu einem Produkt zu äußern. Letzteres wurde nicht angegriffen.

Ein schlagendes, wenn nicht sogar totschlagendes Argument ist, dass so eine Praxis des Verlages beweisen würde, wie fern man doch seinen eigenen Kunden sei. Als ob man mit solchen Aussagen an die Kunde ist König oder Tyrann Mentalität appelliert und meint, ein Unternehmen gäbe dann sofort klein bei. Ist wie mit einigen Kindern: Wenn du mir die Süßigkeiten wegnimmst, hast du mich nicht mehr lieb! Ehrlich gesagt, wer jemanden vor die Stiefel scheißt, sollte keinen Arschkuss erwarten. Wer eine Aussage trifft die sich so ließt, als wären die Verleger geldgeile Säcke die keinen Anspruch an ihre Produkte stellen, darf sich auch nicht über eine entsprechende Reaktion wundern. Und nur weil ich ankündige jetzt mache ich nur Spaß, muss es nicht jeder lustig finden. Wer jetzt mit Böhmermann kommt zieht ne Schelle! Das dahinterliegende Problem erkenne ich. Es ist wahrscheinlich nicht mal böse Absicht. Leider nutzen immer häufiger Leute Ironie, Sarkasmus und fangen an zu polemisieren ohne dies als dezent eingesetztes Stilmittel zu verwenden. Dass dies aber nicht überall gleich gut ankommt, dürfte bereits bekannt sein, das Netz ist kein geeigneter Ort für Ironie, vor allem wenn sie nicht mal gut ist. Was ist aus den Zeiten geworden, als man seine Meinung ohne Überspitzungen vertrat und sie sachlich begründete? Dieser Text ist auch ein negativ Beispiel.

 

Neues für Pathfinder

Karte Golarions
Karte Golarions Copyright by Paizo

Ab und an bekomme ich eine Mail von drivethrurpg mit einer Nachricht, dass ein PDF aktualisiert wurde. Übrigens einer der Vorteile, wenn man die Dateien kauft, sie werden geupdatet, kostenfrei. Nebenbei habe ich mich dann auch gleich mal umgesehen.

Aktualisiert wurde das Ausrüstungskompendium, es ist in der 2. überarbeiteten Auflage erschienen. Dabei habe ich gemerkt, dass ich länger nicht im Shop war, denn das Grundregelwerk ist schon in der 7. Auflage draußen und auch das erste Monsterhandbuch geht in die vierte Runde. Gestern neu erschienen Vermächtnis der Drachen, ein Handbuch mit neuen Archetypen und Blutlinien sowie geschuppte Verbündete und Reittiere. Für mich interessanter ist aber das Handbuch Waffenexperten, auch ab gestern zu erwerben. Passend dazu wurde bereits im September das Handbuch für Rüstungsexperten veröffentlicht. Diese beiden Bücher enthalten natürlich neue Archetypen, Methoden, die mehr aus den Waffen und Rüstungen rausholen sowie Gegenstände; Rüstung und Waffen vermute ich mal. Ich überlege noch, ob ich sie kaufe, schätze allerdings mal, dass die anderen Mitspieler diese bestimmt in unsere Regelwerksammlung aufnehmen möchten 😉

Und es gibt ein neues Goblin Abenteuer! Das vierte kostenfreie One-Shot, kann aber auch mit den anderen Abenteuern als Kampagne gespielt werden. Vier waren kleine Goblins. Habe die anderen Abenteuer zwar nur gelesen, fand es aber ziemlich lustig, vielleicht für eine kleine spaßige Runde zwischendurch. Was ich aber noch entdeckte, war ein kleiner Schatz. Das Pathfinder Kampfbuch zum Erwachen der Runenherrscher von Kai Otte ist für die DMs, die die gleichnamige Kampagne leiten. Enthalten sind alle Begegnungen mit Werten und Fähigkeiten der Gegner samt, und das ist das Gute, bereits ausgewürfelten TP und den Erläuterungen zu den Fähigkeiten. Das erleichtert die Vorbereitung immens. Bislang habe ich ein weiteres Kampfbuch gefunden, wäre ein Gewinn, wenn es zu jedem Abenteuerpfad so ein Buch geben würde.

Ich schaue mal, was ich mir zu Weihnachten selbst schenke…

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